NOR AREW - Verein zur Förderung der Klassischen Homöopathie e.V.

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Jahresbericht 2013

 

 

Liebe Freunde und Freundinnen der Homöopathie, liebe Spender und Spenderinnen, liebe Mitglieder,

 

immer wieder bin ich erstaunt, wie schnell ich wieder einen Jahresbericht schreiben muss, d.h. wie schnell wieder ein volles Jahr zu Ende gegangen ist.

Mein erster Aufenthalt in Armenien im Jahr 2013 war vom 23. März - 1. April. Ich hatte ein Seminar zu einem speziellen Thema vorbereitet. Der harte Kern der homöopathischen Ärzte war wieder anwesend.

Begleitet hatten mich Christa und Dietmar Hochreiter (Physiotherapeuten) aus Murrhardt. Sie waren bereit, kostenfrei Kinder im Waisenhaus zu behandeln und den Physiotherapeuten vor Ort Unterweisungen zu geben. Man konnte schon in den ersten Tagen kleine Erfolge bei den Kindern im Waisenhaus erleben. Da Dietmar Hochreiter zum ersten Mal in Armenien war, konnten wir über die Osterfeiertage noch ein bisschen das Land erkunden.

 

 

„Lernen und Reisen“

 

Für den Herbstaufenthalt kam mir eine neue Idee. Ich wusste, dass Herr Dr. Herbert Pfeiffer wieder mit nach Armenien kommen möchte. So nahm ich das als Anlass und habe Werbung in Deutschland, Österreich und in der Schweiz gemacht mit dem Titel „Lernen und Reisen“.

 

Wir haben also 3 Tage ein Seminar angeboten über „Neurologische Störungen bei Kindern“ und 3 Tage Reisen. Aus Deutschland sind 12 Teilnehmer mitgereist, weitere Teilnehmer waren unsere armenischen Homöopathen und aus Moskau hatten wir auch Teilnehmer. Vormittags unterrichtete Herr Dr. Pfeiffer über seine Behandlungsart und über spezielle Fälle aus seiner Praxis.

Am Nachmittag wurden jeweils 2 Kinder aus dem Waisenhaus gebracht, mit denen Herr Dr. Pfeiffer eine Live-Anamnese durchgeführt hat. Er erläuterte dann sehr interessant, wie er in diesem und jenem Fall behandeln würde. Er zeigte auch Übungen, die man mit Kindern durchführen kann, die in der Entwicklung verzögert sind. Es waren für uns alle spannende Nachmittage. Es ist sicher wiederholenswert.

 

Vom 4. - 6. Tag führten wir dann jeweils eine Tagesreise von Eriwan aus durch, mit einer sehr guten deutschsprachigen Reiseleitung. Wir besuchten das Kloster Norawank in den südlichen Bergen, mit seiner exponierten Lage oberhalb einer Schlucht.

Am zweiten Tag das Kloster Chor Virap direkt vor dem Berg Ararat, von wo aus das Christentum Armeniens seinen Lauf nahm.

Und als Abschluss das Weltkulturerbe Geghard, ein Felsenkloster mit imponierenden Räumen tief im Berg, welche nur durch ein natürliches Oberlicht beleuchtet werden. In der Nähe wurden wir dann bei einem Bauern mit einem köstlichen armenischen Essen verwöhnt.

Und am letzten Tag ging die Reise an den Sevansee, der in ca. 2000m Höhe einer der höchstgelegenen Süßwasserseen ist. Durch interessante Wolkenformationen verändert sich die Farbe des Wassers ständig. Am See entlang ging es dann zu einem denkmalgeschützten Friedhof, wo wir eine sehr alte Steinkultur kennenlernen durften.

Unsere Reiseleiterin Naira hatte darüber ein besonderes Wissen. Auch armenische Teilnehmer waren teilweise mit bei den Reisen und auch sie haben manche Plätze das erste Mal gesehen.

Natürlich wurde am Abend auch rege in der Stadt Eriwan flaniert und nach einer Woche ist die Hälfte der Gruppe fröhlich abgereist und eine neue Gruppe ist angekommen.

Ich hatte mir nämlich zu meinem 20‑jährigen Armenienjubiläum eine besondere Reise privat ausgesucht und dazu haben sich noch 13 weitere Reiseteilnehmer gesellt. Wir fuhren eine Woche lang durch den Süden Armeniens bis nach Bergkarabach. Es war vielleicht bis jetzt meine beeindruckendste Reise durch dieses Land. Meine Augen sind heute noch voll von Landschaftsbildern.

 

 

 

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Waisenhaus – Projekt

 

Im Folgenden möchte ich Ihnen drei Kurzberichte von Dr. Ruzan vorstellen, die unser Waisenhausprojekt betreut. Wenn man diese Zeilen liest, dann weiß man wieder, dass die Arbeit einen Sinn macht. Es war für mich schön zu sehen, wie sich die Kinder entwickeln:

 

Verhaltensauffälliges 4-jähriges Mädchen:

Voller Ängste, psychisch sehr auffällig. Sie konnte stundenlang schreien oder sie lachte ohne irgendeinen Grund. Sie schlug sich selbst.

Behandlungsbeginn mit Natrium muriaticum. Nach 3 Monaten war sie ein anderes Kind. Sie war nicht mehr aggressiv, hatte kein stupides Lachen mehr. Sie begann mit Ruzan zu sprechen, was vorher nicht möglich war. Sie war eineinhalb Jahre in Behandlung und wurde ein fröhliches Kind.

Sie wurde adoptiert und lebt jetzt in Italien

 

3½-jähriger Junge mit Cerebralparalyse

Dieser Junge war sehr introvertiert, er konnte nicht gehen. Sein Bewusstsein war gut, er verstand alles. Aber er sprach nicht mit dem Personal und nicht mit den anderen Kindern. Er hatte ein Trauma während der Geburt.

Ruzan begann mit Arnica, Hypericum und Natrium sulf., was in so einem Fall die üblichen Arzneien wären.

Nach 5 Monaten bekam er Causticum und dann begann er zu gehen, zuerst mit Hilfe, dann alleine. Seine geistige Aktivität wurde viel besser, er begann zu lächeln, sprach mit anderen.

Seine Halbseitenlähmung ist zwar vorhanden und seine Hand ist nicht gut, aber er ist total glücklich, dass er gehen kann.

Auch er wurde zwischenzeitlich adoptiert.

 

3-jähriges Mädchen mit Hydrocephalus

Sie war völlig leblos, hatte keinerlei Empfindungen oder Gefühle. Sie konnte nicht gehen, nicht sprechen, nichts. Sie fühlte keinen Schmerz und konnte nicht weinen.

Ruzan gab während 6 Monaten verschiedene Arzneien, ohne irgendeinen Erfolg. Die eine Seite des Kopfes wurde immer größer. Dann gab sie ihr Barium carb. C 200 zweimal im monatlichen Abstand und dann die C 1000. Folgend begann sie zu weinen und wurde sehr emotional. Sie begann zu stehen und das Wunder war, die andere Seite des Kopfes wuchs jetzt auch.

Seit 2 Jahren ist sie nun in Behandlung. Sie erzählt Geschichten, sagt Gedichte auf und singt Lieder.

Nun kann sie ohne Hilfe gehen.

 

Hier muss man doch wirklich sagen, die Homöopathie ist für diese Kinder ein Geschenk Gottes. Es bewegt mich immer wieder, wenn ich diese Berichte lese.

 

 

Arzneimittel

 

Unsere homöopathischen Arzneien für das Projekt in Armenien bekommen wir nach wie vor von der Altstadt-Apotheke in Amberg gespendet.

An die Familie von Herrn Hans-Peter Brandt geht unser besonderer Dank. Ohne ihre Unterstützung wäre unsere Arbeit in Armenien in diesem Umfang nie möglich.

 

Wenn auch Sie Ihre homöopathischen Arzneien bei Herrn Brandt bestellen möchten, finden Sie die Versand­apotheke im Internet unter: www.altstadtapotheke-amberg.de

 

 

 

Ich bedanke mich bei allen Spenderinnen und Spendern und wünsche mir, dass sie uns weiterhin treu bleiben.

 

Ihnen allen wünsche ich ein gesundes, zufriedenes, lichtvolles Jahr 2014.

 

Ihre Sabine Zimmermann

(Vereinsvorsitzende)

 

 Download Jahresbericht 2013: NAJB2013.pdf (13kB)

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